Jetzt nach Kuba reisen?

Cuba Salsa

Reisen ist wieder möglich. Aber vieles hat sich verändert. Kein Grund NICHT nach Kuba zu reisen. Du kannst jetzt bei „Danza y Movimiento“ Empfehlungen für gute Veranstalter und Gruppenreisen bekommen.

Salsa-Tanzreisen im November und im Februar

Dieser Tage habe ich Kontakt mit einem Anbieter aufgenommen, der im November 2022 und im Februar 2023 Tanzreisen anbietet, bei denen du das Leben auf Kuba aus nächster Nähe kennenlernen kannst. Wenn Du mehr wissen möchtest, melde Dich gerne über das Kontaktformular.

„Danza y Movimiento“ selber ist kein Reiseveranstalter mehr, da wir uns diesen Luxus angesichts der behördlichen Bestimmungen im Kontext einer im Neusprech als „Pandemie“ bezeichneten Weltsituation nicht mehr leisten konnten. Ich versuche allerdings herauszufinden, wer aktuell Reisen anbietet, die unserem früheren Angebot verwandt sind.

 

Ein paar Gedanken zur aktuellen Lage auf Kuba …

Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt nicht viel Positives zu berichten. Für meinen aus Gesprächen und Meldungen gewonnenen Eindruck hat die Führung des Landes mit ihrer Politik der vergangenen Jahre versagt. Abgesehen von den Problemen, die aus dem Allmachtsdenken des US-amerikanischen Nachbarn resultierend seit Jahrzehnten bestehen, sind erhebliche Widerstände von innen zu erwarten.

Ein Grossteil der Bevölkerung wollen Coca Cola, Whatsapp und Google. Ein Bewusstsein darüber, dass die wirtschaftliche Misere der meisten Menschen des Landes auf diesem Weg nur wachsen wird, ist kaum vorhanden. Ein sich fortschrittlich wähnender Kubaner kommuniziert auch heute schon über die Software des Königs der Manipulatoren. Gemeint ist Mark Zuckerberg, der auf Kuba wie in vielen anderen Ländern seine unsichtbaren Fäden zieht. Wer keine Zuckerberg-Software auf seinem mobilen Überwachungsgerät hat, ist auf Kuba (wie in manchen anderen Ländern) heute kommunikationsmässig oftmals aufgeschmissen. Für Herrn Zuckerberg scheint das Embargo offensichtlich nicht zu gelten …

Gleichzeitig passiert(e) folgendes:

Das Szenario einer Covid-Bedrohung wurde in Kuba knallhart durchinszeniert. Die Bevölkerung war monatelang in ihren Wohnungen eingesperrt. Die wichtigste Einnahmequelle, der Tourismus, wurde ausgesetzt. Heute sind in Kuba etwa 90% Menschen ab zwei Jahren geimpft, oftmals wirtschaftlich ruiniert und versuchen wenn möglich das Land zu verlassen. Ich habe bis heute nicht verstanden, was das kubanische Regime mit dieser Inszenierung erreichen wollte. Vielleicht hat das Land auf einen Export seiner proteinbasierten in Kuba entwickelten Impfstoffe gesetzt, um eine Alternative zu den mRNA-Genspritzen bieten zu können. Dabei haben die Kubaner aber vermutlich das Embargo der Pharmakonzerne gegenüber allem unterschätzt, was nicht rMNA ist und aus deren eigenem Stall kommt.

Das wichtigste Thema ist allerdings aktuell (mal wieder) die Energieversorgung. In den Provinzen wird teilweise 10-15 Stunden im Stück der Strom abgeschaltet. Da wird selbst der beste Kühlschrank zur Sauna. Weitere Konsequenzen in einem tropischen Land im Sommer kann sich jeder selber ausmalen. Ein Grossbrand im Versorgungslager in Matanzas könnte in seinen Folgen das Fass an Unzufriedenheit zum Überlaufen bringen. Hier sind Anfang des Monats etwa der Brennstoffbedarf für einen halben Monat bezogen auf ganz Kuba in Flammen aufgegangen.

Die Ursachen der Energiekrise sind bekannt. Für mich ist nicht nachvollziehbar, dass meines Wissens so gut wie nichts dafür getan wurde, diese absehbare Entwicklung zu verhindern. Kuba hat mit Sonne und Wind genug andere Energiereserven als Alternative zu jahrzehntealten mit Schweröl betriebenen Heizkraftwerken, die nebenbei in den vergangenen Jahrzehnten ihren Beitrag zu den reichlich bestehenden Atemwegserkrankungen in manchen Regionen geleistet haben. Aber erst vor wenigen Jahren begann man sich auf Kuba für alternatibe Energiegewinnung ernsthaft zu interessieren. Too late?

Auch wenn mich selber nichts mehr nach Kuba zieht und mein Apartment in Havanna weiterhin zum Verkauf steht – ich habe die Zeit auf Kuba genossen. Kuba ist einfach eine Reise wert. Auch wenn mit der erneuten Kolonialisierung auf digitalem Wege der Spirit Kubas immer mehr verlorengeht, gibt es weiterhin unwahrscheinlich viel zu entdecken und zu erleben, was einfach anders ist als in der Welt, an die wir uns in unserer eigenen Alltagsumgebung gewöhnt haben. Diese Einzigartigkeit war für mich ein wesentlicher Grund, vor 26 Jahren mit dem Angebot von Kulturreisen nach Kuba zu starten.

Und selbst 2022 kann ich noch sagen – auch wenn das Land wirtschaftlich am Arsch ist, hat es in anderer Hinsicht immer noch einen grossen Reichtum vorzuweisen.

(Photo: Sabine Jacob)

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