Tango - Kurse in Italien

Lust auf Tango in Italien? In Umbrien, nahe der Grenze zur Toskana gibt es ein Zentrum mitten in der Natur, das Tangolehrer aus aller Welt zu Workshops einlädt.

Bei den Kursen wird viel Wert auf individuelle Betreuung gelegt. Die Klassen sind auf max. 18 Teilnehmer bzw. 9 Paare pro Kurs beschränkt sind. In den je nach Programm 15 - 20 Unterrichtsstunden pro Woche können alle Inhalte aufeinander aufgebaut, eingeübt und wiederholt werden. Trotzdem bleibt noch genügend Zeit zum Faulenzen, für Ausflüge oder ein erfrischendes Bad im Pool oder dem nahegelegenen Lago Trasimeno. Für müde Tangofüße und -rücken kommt auch gerne eine Masseurin ins Haus. Zum Abschluss der Kurse findet jeweils ein kleines Tanzfest oder ein Ausflug zu einer Tanzveranstaltung in der näheren Umgebung statt.

Die Kursteilnehmer wohnen in individuell ausgestatteten Doppel- bzw. Einzelzimmern (ein Bad für jeweils zwei Zimmer und gemeinsame große Küche für die ganze Gruppe) oder in Appartments, z.T. in einem 2,5 km entfernt gelegenen Haus. Getanzt wird im Tanzsaal (ca 45 qm) oder bei Sonnenschein und in lauen Nächten auf der Terrasse mit Blick über die Hügel. Morgens gibt es ein üppiges Frühstücksbuffet und das Abendessen besteht aus 3 - 4 Gängen, die Getränke sind inklusive. Für alle, die mehr wissen wollen, gibt es unten auf dieser Seite einen Reisebericht.

Tangokurse für Anfänger, Mittelstufe und Fortgeschrittene gibt es in den Monaten April, Mai, Juni, September und Oktober. Wenn Du Interesse an dem aktuellen Programm hast, setze Dich bitte über unser Formular mit uns in Verbindung. Wir leiten Deine Anfrage direkt an den Veranstalter weiter, der Dich umgehend über die aktuellen Kurse und vorhandene Plätze informieren wird.

 

Ein paar zusätzliche Informationen:

  • Einzelanmeldung ist möglich. Es wird versucht, einen geeigneten Partner zu finden. Erst wenn diese/r Partner/in gefunden ist, wird die Buchung bestätigt.
  • Bei Unterbringung in Appartments für 2 Personen mit eigenem Bad und Küche beträgt der Aufpreis im Vergleich zum Doppelzimmer 100.- Euro pro Person und Woche.
  • Die Anreise erfolgt individuell und ist nicht im Preis enthalten.
    Mit dem Zug: Der nächste Bahnhof ist Passignano sul Trasimeno, durchgehende Züge von Florenz alle 2 Stunden, Fahrtzeit 1 1/2 Std.
    Mit dem Flugzeug: Nächstgelegene Flughäfen sind Perugia (nur Inlandsflüge von Mailand), Florenz (Fahrtzeit nach Passignano mit Zug oder Auto 1 1/2 bis 2 Stunden) oder Rom (Fahrtzeit nach Passignano mit Zug oder Auto 2 1/2 bis 3 Stunden). Billigflüge, z.B. mit Ryan Air nach Pisa, Ancona, Rimini, Forli und Roma Ciampino.
    Da das Haus mitten in der Natur liegt - es sind 4 km zum nächsten Dorf - wird eine Anreise mit Auto oder Mietwagen empfohlen. Du erhälst bei Buchung eine Anfahrtbeschreibung.
  • Im Zentrum wird italienisch, deutsch, englisch und französisch gesprochen. Unterrichtssprache ist je nach Lehrer deutsch oder englisch. Bei Bedarf wird italienisch oder spanisch übersetzt.
  • Für Anfragen gibt es ein dafür vorgesehenes Formular.
  • Die auf dieser Seite beschriebenen Programme sind keine Eigenveranstaltungen von "Danza y Movimiento Reisen". Alle Angaben beruhen auf Informationen der Veranstalter. Irrtümer, Preis und Leistungsänderungen sind möglich. Du buchst auch die Reise selber direkt beim Veranstalter und nicht bei uns.



Das berichtet Britta Loebell nach einem Kurs im Sommer

Tango inmitten von Olivenhainen

Schafsglöckchen vom Hügel gegenüber. Eine Wolke weißer Punkte setzt sich in Bewegung, verläuft sich zwischen den silbernen Flecken der Olivenbäume. Stille. Nur noch der Gesang der Zikaden erfüllt die flimmernde Luft. Aus dem gleichförmigen Zirpen lösen sich einzelne neue Töne. Yum, ba, yum, ba. Pugliese tönt über die Terrasse, die Rosenbeete, verfängt sich in den Baumkronen, entschwindet über die Hügel in die Ferne. Paare finden sich, Schritte, Drehungen, Innehalten und Neubeginn.

Tango-Workshop in Umbrien. Nicht ganz so einsam wie eine argentinische Hacienda, aber doch sehr weit entfernt von Hektik und Lärm. Den Alltag kann man hier getrost hinter sich lassen. Wer die holprige Straße vom Dorf Castel Rigone bis zum Ende gefahren ist, findet sich in einem kleinen Paradies wieder. Zwei alte Steinhäuser in einen großen Garten gebettet, umgeben von blühenden Lavendel- und Rosenfeldern, Olivenhainen und Weiden. Liebevoll renovierte Appartments und Zimmer erwarten die Tango-Gäste. Jede der Wohnungen zeichnet sich durch einen eigenen Stil aus, mal schlicht modern mit Marmor und Glas, mal verspielt nostalgisch mit Stuck und alten Möbeln. Viele nette Details gibt es da zu entdecken, Bilder, Skulpturen, frische Blumen aus dem Garten, die Flasche Wein auf dem Tisch. Durch die geschickte Anlage der Appartments bleibt stets genügend Privatsphäre. Der Garten bietet viele versteckte Sitzplätze und Winkel. Und wer die tangomüden Füße abkühlen will, kann das am Pool tun, dabei den Blick über die sanft gewellte Landschaft schweifen lassen und in die Stille lauschen.

Kursbeginn nach einem späten Frühstück. Schritt, Schritt, Drehung und das alles jetzt bitte auch noch im Rhythmus. Schwitzende Gestalten im kühlen Tanzraum. Nur noch die in die Wand eingelassenen Ringe erinnern daran, dass dies hier einmal ein Stall war. Inzwischen hängen Aquarelle an den weißgekalkten Wänden, Marmorskulpturen fangen Sonnenlicht ein. Auf dem Fliesenboden hört man das leise Geräusch von Ledersohlen, die Paare üben konzentriert die neue Schrittkombination. Gelegentlich verfolgen die beiden kleinen Töchter des Hauses vom Türrahmen aus mit interessierten Blicken die Tänzerinnen und Tänzer.
Beim Kurs am Spätnachmittag ziehen dann mediterrane Wohlgerüche aus der Küche in den Tanzraum. Wenn die letzten Drehungen gedreht, der Schweiß abgewaschen und die Sonne hinter den Hügeln versunken ist, hat Ornella, die Köchin, ihren großen Auftritt. "Avete fame ?" und alles ruft natürlich "Si !!!". Dann bringt sie Berge von Pasta, umbrischen Schweinebraten mit Kräutern, vegetarische Gemüseaufläufe und erntefrische Salate. Und natürlich ihre berühmte Tiramisu und andere Dolci - nichts um schlank zu werden. Wer es dann von den Herren mit Ornellas Pfunden aufzunehmen wagt, mit dem legt sie zu Kaffee und Grappa noch eine flotte Sohle aufs Parkett.

Mit den Tangokursen haben sich die Besitzer Annette und Wolfgang ein Stück Heimat mit nach Umbrien mitgebracht. Mitte der 90er Jahre haben sie sich in München beim Tangotanzen kennengelernt. 1998 wagten sie dann, einen lang gehegten Traum zu verwirklichen, einen Ort der Begegnung für Menschen zu schaffen, in einem umbrischen Landhaus in den Hügeln oberhalb des Lago Trasimeno. Seit 1999 kommen Tangobegeisterte aus aller Welt zu den Kursen, und viele kommen immer wieder. Das Besondere ist die familiäre Atmosphäre, wo die Lehrer nach dem Kurs gern zu einem Plausch auf der Terrasse bleiben, nach dem Abendessen zur Gitarre greifen oder sich ans Klavier setzen. Hier findet jeder etwas, vom Anfängerkurs bis zur Masterclass, und bei kleinen Gruppen mit maximal acht Paaren garantiert individuellen Unterricht. Auch die verschiedenen Tangostile sind vertreten. Wer gerne Salontango tanzt, kommt zu Yvonne Meissner & Eduardo Aguirre oder Ines & Ulrich aus Berlin. Wer Tango Nuevo bevorzugt, läßt sich Fabian Salas & Carolina del Rivero, Metin Yazir & Vanessa Gouch, Amira Campora oder Damian & Nancy nicht entgehen. Beim Abschlußfest am letzten Abend des Kurses erleuchten Kerzen den Tanzraum, über der Terrasse funkeln die Sterne. Tangueros aus Perugia, manchmal sogar aus Florenz und Rom finden den Weg in die umbrischen Berge, um dabeizusein, mitzutanzen, mitzufeiern.

Wer mehr möchte als "nur" Tangotanzen, kann lange Spaziergänge machen, zwischen Olivenhainen und blühendem Ginster. Sich im 4 km entfernten Castel Rigone in der kleinen Dorfbar einen Cappuccino genehmigen, mit Blick auf den im Tal liegenden Lago di Trasimeno. Kulturlandschaft soweit das Auge reicht. Perugia ist nah und auch Assisi eigentlich ein Muß. Oder doch lieber nach Arezzo oder Siena? Oder sich lieber ein lauschiges Plätzchen im Garten suchen und die Sonne genießen. Die Katze jagt eine Heuschrecke, die Hunde holen sich ihre Streicheleinheiten. Zu schön hier einfach faul herumzusitzen, wenn der leichte Wind die Hitze des Sommers wegträgt.