Gelder für Kulturschaffende warten auf Abruf

Aprikosen im Kuehlschrank

Dieser Beitrag informiert über aktuelle staatliche Unterstützungmaßnahmen für Veranstalter, Künstler, Musiker und alle anderen, die auf Grund staatlicher Verordnungen weniger Einnahmen als im vergangenen Jahr hatten. Und es geht um mögliche Erstattungen von Seiten der GEMA.

Zu den am meisten von den staatlichen Verordnungen betroffenen Bereichen gehört die Veranstaltungsbranche. Hier sind viele verzweifelt, da sie nicht wissen, wie sie diese Situation überleben sollen. In Deutschland hat sich die Politik entschieden, für eine Übergangsphase Geld zu drucken. Die staatliche Unterstützung wird zwar in erster Linie denen helfen, die eh schon viel Geld haben, aber alle anderen sollten sich zumindest holen, was für sie bereitliegt. Das funktioniert nur durch Eigeninitiative. Doch die lohnt sich.

 

Staatliche Überbrückungshilfe
Hier haben sich für die Monate September bis Dezember die Voraussetzungen erheblich verändert. Zum einen wurden die Schwellen dafür gesenkt, wer Unterstützung beantragen kann. Zum anderen wurde der Maximalbetrag für kleine Unternehmer*innen erhöht. Die Förderung betrifft sowohl kleine und mittlere Betriebe, als auch Soloselbsständige und Freiberufler*innen. Im Prinzip kann jeder bis zu 90% der Fixkosten wie z.B. Miete, Lohnkosten oder sonstige Verbindlichkeiten erstattet bekommen. Voraussetzung ist, dass du oder ihr für den Vergleichszeitraum des Vorjahres weniger Geld eingenommen habt. Aktuell heisst das konkret: Wer von April bis August einen Umsatzrückgang von mindestens 30% (oder in diesem Zeitraum in zwei aufeinanderfolgenden Monaten 50% Rückgang) zum Vergleichszeitraum im Vorjahr hat, bekommt für September bis Dezember Geld vom Staat. Das kann durchaus für manche eine vorübergehende Existenzsicherung bedeuten und deshalb lohnt es sich wirklich, die entsprechende Informationsseite des Bundesfinanzministeriums einmal ganz in Ruhe zu studieren und dann möglichst bald über z.B. einen Steuerberater einen Antrag zu stellen.

 

Rückzahlungen von der GEMA
Ja, wirklich – es gibt Geld zurück von der GEMA! Dies betrifft alle Vertragspartner*innen der GEMA, die in den vergangenen Monaten wegen den staatlichen Verordnungen keine Veranstaltungen durchführen konnten oder aber nicht die Anzahl von Veranstaltungen, für die sie z.B. im Rahmen ihrer Verträge mit der GEMA zahlen mussten oder hätten zahlen müssen. Das mit den Rückzahlungen funktioniert aber nicht automatisch. Die Bestimmungen für z.B. die Schliessung von Veranstaltungsorten sind regional sehr unterschiedlich. Deshalb braucht es für die Ermittlung, wer wie viel Geld zurückerhält eurer Mitwirkung. Weitere Informationen auf der Webseite der GEMA.

 

Weitere Programme mit finanzieller Unterstützung
Es gibt aktuell jede Menge weiterer Programme wie z.B. Fördermaßnahmen im Rahmen von „Neustart Kultur“. Insgesamt sind die Antragstellungen nicht so sehr bürokratisiert, wie es bisher war, wenn jemand für eine Kulturprojekt Beihilfen beantragen wollte. Trotzdem gibt es ne Menge Papierkram.

Mir war aktuell wichtig, auf die oben beschriebenen Maßnahmen hinzuweisen, da insbesondere Freiberufler*innen in der Kulturszene möglichst wenig mit Bürokratie zu tun haben möchten. Die aktuellen staatlichen Angebote sind es allerdings wert, doch mal hinzuschauen …

Alvarado – eine kubanische Legende
 

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Dienstag, 20. Oktober 2020